Löffler sind in den Niederlanden keine Vögel mit Migrationshintergrund, sondern Rückkehrer. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Löffler im damals noch wenig bevölkerten Land weit verbreitete Brutvögel. Vor 1900 verschwand allerdings die letzte große Brutkolonie (mit mehr als 1000 ! Brutpaaren). Nach einem Tiefpunkt im Jahr 1969 mit 150 Brutpaaren im ganzen Land nahm die Zahl der Tiere langsam wieder zu.

Heute findet man mehr als 20 Brutkolonien. Insgesamt zählte man in den letzten Jahren etwa 2000 Brutpaare. Auf den holländischen Inseln sind Kolonien schon seit Jahrzehnten zu finden. Von dort breiten sie sich weiter nach Osten aus, so dass sie seit einigen Jahren auch auf den deutschen Nordsee-Inseln brüten. Im den beiden letzten Jahren ließen sich hier insgesamt jeweils etwas 130 Brutpaare zählen.

Löffler machen auf den ersten Blick einen sehr friedfertigen Eindruck. Möglicherweise hat dies mit ihrem weißen Federkleid und ihrem eleganten Erscheinungsbild zu tun. In den Brutkolonien sind geeignete Nistplätze heiß umkämpft. Neuankömmlinge sind dann nicht immer willkommen und werden rücksichtslos vertrieben.

 

 

 

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