V I D E O S

Die Sámi bezeichneten die Nordlichter traditionell als die Seelen der Verstorbenen. Es galt als respektlos und gefährlich, die Lichter durch Pfeifen, Singen oder Winken herauszufordern, da dies die Geister erzürnen könnte. Unvorsichtige werden dann zum Himmel hinaufgezogen.

Im Nordsamischen nennen Sámi die Himmelslichter "guovssahas", was übersetzt "das Licht, das man hören kann" bedeutet. Dies rührt von Erzählungen her, nach denen die Polarlichter ein knisterndes oder statisches Geräusch von sich geben. Früher galten die Lichter oft als schlechtes Vorzeichen, weshalb man sich beim Erscheinen der Aurora ruhig verhielt und oft im Haus blieb.

Kampfläufer brüten bei uns in Deutschland immer seltener. Die wenigen verbliebenen Brutgebiete liegen in den nördlichen Bundesländern, sind lokal eng begrenzt und räumlich weit voneinander getrennt.
Auf ihrem Zug nach Norden oder in die Überwinterungsgebiete lassen sie sich allerdings regelmäßig in Mittel- und Westeuropa beobachten. Im Frühjahr tragen viele Männchen dann schon ihr Hochzeitskleid.
Will man sie bei der Balz beobachten, muss man ihnen nach Norden folgen. Mitte Mai erreichen die Kampfläufer ihre Brutgebiete im Norden Skandinaviens. Dort bieten sie dem Beobachter eine tolle Show. Die Männchen tragen eine Halskrause, in Schwarz, Braun oder Weiß - entweder uni oder gefleckt. Auch die Haube erscheint in verschiedenen Farben. Mehrere Hähne treffen sich in einer Balzarena und versuchen, die Weibchen für sich zu gewinnen.

Sehnsuchtsort Varanger. Mittlerweile waren wir schon mehrmals auf der norwegischen Halbinsel - ganz weit oben im Norden, am Rande des Arktischen Ozeans. Im Winter verstummt man, wenn der Zauber der Nordlichter einen erfasst. Im Sommer genießt man den Anblick der Mitternachtssonne.

Wenn man in Hamningberg am Ende der Welt steht, wird man ganz klein. Genauso ergeht es einem im Fjell. Landschaft pur - und nur wenige Menschen. Umgeben von schneebeckten Bergen, obwohl sie nur 500 m hoch sind. Die Seen sind dort noch zum größten Teil mit Eis bedeckt, und das im Mai. Wir saugen die menschenleere Landschaft und die Stille regelrecht auf, nehmen sie im Herzen mit nach Hause. Das muss ja dann auch wieder für einige Zeit reichen.

Hosenbienen nisten solitär, aber in Aggregationen. Weibliche Hosenbienen (Gattung Dasypoda) graben im sandigen Boden etwa 1 m tiefe Gänge mit mehreren Brutzellen am Ende. Beim Graben entstehen Rinnen dadurch, dass der Aushub vom Einflugloch wegbefördert wird. Erst in der Zeilupe wird die Technik deutlich. Die Vorderbeine schieben den Sand nach hinten, mit den Hinterseiten wird er dann zu den Seiten geschoben. Damit das gut funktioniert, tragen Schienen und Füße der Hinterbeine stark entwickelte Haarbürsten, was zur deutschen Namensgebung führte.

Die Männchen sind deutlich weniger behaart. Sie wirken etwas gelblicher und blasser und sind vor allem am Hinterleib weniger kontrastreich gestreift. Sie sitzen häufig auf Gräsern und Kamillenblüten und warten auf Weibchen um sich mit ihnen zu paaren. Die Paarung selber geschieht in Sekundenbruchteilen und manchmal mit verschiedenen Männchen gleichzeitig oder mehrmals hintereinander. Am Abend wird dann aus der Tiefe noch feuchter Sand an die Oberfläche gebracht um das Einflugloch für die Nacht zu verschließen.

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